Handwerkerfrauen qualifizieren sich onlineMINERVA-online offeriert mitarbeitenden Ehefrauen in Handwerksbetrieben ein breites Spektrum an Weiterbildung. Ziel ist es, die umfassenden Managementfähigkeiten der Handwerkerfrauen weiter zu entwickeln. Dies geschieht mit Hilfe einer "virtuellen Lernumgebung" über das Internet. Der Bildschirm-Arbeitsplatz der Unternehmerfrauen wird so zum Lernplatz. Über einen Zeitraum von 81 Wochen können die Teilnehmer auf ein breit gefächertes Lehrangebot zugreifen. Die Weiterbildung umfasst: Umgang und Nutzung innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien, elementare Kenntnisse des Büro- und Zeitmanagements, juristische Grundkenntnisse. Ihr Zuhause müssen die TeilnehmerInnen nicht verlassen, denn alle Kursmodule werden über eine virtuelle Schule absolviert. |
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Die Handwerkerfrau als Allround-ManagerinDie Zeiten in denen ein Maurerunternehmer nur Kelle und Schubkarre benötigte und seine Verträge per Handschlag besiegelte sind längst vorbei. Wirtschaftliche und technologische Veränderungen der letzten Jahre stellen Handwerksunternehmen und Mitarbeiter vor neue Aufgaben. Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) des Handwerks stehen hier vor einem Problem. Oft arbeiten die Ehefrauen der Unternehmer aus Kostengründen in den Betrieben mit, kommen aber meist aus ganz anderen Berufen. Trotzdem übernehmen Sie in der Regel neben den familiären Verpflichtungen alle anfallenden bürotechnischen und kaufmännischen Aufgaben. Die Ehefrauen oder Partnerinnen halten meist den Betrieb zusammen und sichern das administrative Management von der Buchhaltung über die Auftragsabwicklung bis hin zum Einkauf. Zeit, um sich betriebswirtschaftliche Kenntnisse anzueignen oder sich gar mit modernen Kommunikationstechniken auseinander zu setzen, bleibt kaum. Oft sind adäquate Weiterbildungsangebote nicht in der Nähe zu finden oder deren Besuch ist mit großer zeitlicher Belastung verbunden. An dieser Stelle setzt das Projekt MINERVA-online an. |
Ines Beckmann voll in ihrem Element bei der Bearbeitung des MINERVA-Materials |
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Orts- und zeitunabhängige Weiterbildung ist möglichZiel des Projektes ist es, mitarbeitenden Ehefrauen in Handwerksbetrieben über einen Zeitraum von drei Jahren eine orts- und zeitunabhängige Fortbildung zu ermöglichen. Dies geschieht mit Hilfe neuer Kommunikationsformen. Über asynchrone Verbindungen lassen sich Fragen besprechen und können Aufgaben und Bewertungen bzw. Stellungnahmen zu den Arbeiten der TeilnehmerInnen "hin und her transportiert" werden. So wenig verbindlich und unorganisiert diese Kommunikationsform auch erscheint, einen entscheidenden Vorteil hat sie: Sie ist individuell ausgelegt und in der Anwendung frei von zeitlichen Restriktionen. Das Internet im Zentrum multimedialer Entwicklungen macht's möglich. Die Teilnehmerinnen lernen außerdem das Internet generell für ihre Zwecke zu nutzen. Know-how für die HandwerkerfrauDas Lehrangebot umfasst zum einen die Auseinandersetzung mit neuen Informations- und Kommunikationstechnologien. So lernen die Teilnehmerinnen zum Beispiel den Umgang
Zum anderen
und vieles mehr. |
Wolfgang Reichelt, Geschäftsführer der GIP |
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Der Chatroom als Zentrum der KommunikationEs werden Klassenverbände von ca. 15 Personen gebildet, die während eines Kursmoduls zusammen bleiben. Wöchentlich wird Lehrmaterial in die virtuellen Kursräume der Klassenverbände hinterlegt. Die Teilnehmerinnen rufen das Lehrmaterial ab und bearbeiten es selbstständig. Wenn ein Modul bearbeitet ist, wird dieser zum Tutor geschickt. Der bewertet die Aufgaben und teilt den Lernerinnen die Ergebnisse via E-Mail mit. Alle Branchen sind betroffen, alle können sich an der virtuellen Schule beteiligen!Eine branchenspezifische Beschränkung für die Teilnahme gibt es nicht. Das virtuelle Weiterbildungskonzept richtet sich an alle mitarbeitende Ehefrauen und Familienangehörige in Betrieben des Handwerks. Es kann die Frau des Bäckers ebenso wie die Frau des Bauunternehmers an dem Projekt teilnehmen. Ein dynamisches Curriculum als ZukunftschanceDie Lerninhalte orientieren sich teilweise an Inhalten der Meisterprüfung. Deshalb besteht die Chance, die Qualifizierungsmaßnahme auszuweiten und das erworbene Wissen in eine (externe) Meisterprüfung einfließen zu lassen. Die praktischen Problemstellungen der Handwerksbetriebe kommen dabei nicht zu kurz. Büromanagement, Vertragsabwicklung, Betriebswirtschaft, Internet u.a. sind zentrale Qualifizierungsinhalte, die modular aufbereitet sind und flexibel über das Internet abgerufen werden können. KostenMINERVA-online ist ein durch das NRW-Landesprogramm ADAPT gefördertes Projekt. Dies bedeutet, dass die Teilnahme an dem Projekt während der Projektlaufzeit kostenlos ist. Lediglich die Telekommunikations- und Providergebühren müssen die Teilnehmer selbst übernehmen. |
Doris Kluth, Ehefrau eines Schreinermeisters, ist begeistert: Elisabeth Angenendt ist im gastronomischen Gewerbe tätig: Carmen Düster, Mutter von zwei Kindern: Anita Schiller: |
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Erfahrungen mit MINERVA-online: Virtualität ersetzt nicht den persönlichen Kontakt!Die Resonanz auf das Projekt ist durchweg positiv. Als besonders vorteilhaft wird es von den Teilnehmerinnen gesehen, dass Sie sich die Zeit für lange Anfahrtswege sparen und jederzeit Lernen können. Auch die Tatsache, dass Lernstoff nachgearbeitet werden kann, kommt den Frauen sehr entgegen, denn oft ist es aus familiären oder privaten Gründen nicht immer möglich, alles fristgerecht abzuliefern. Die Aufbereitung des Lehrmaterials findet bei den TeilnehmerInnen Anklang. Durch Einbettung von Grafiken, Bildern und Videoclips wird der textliche Teil des Lehrmaterials visualisiert. Das stützt das von den Lernerinnen geforderte selbstständige Lernen. |
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Zukunftsperspektiven: "Minerva - knowledge community"![]() Minerva-online ist "state of the art" und unterstützt gruppenbezogene Lernzusammenhänge im virtuellen Raum. Der Weg hin zu einer "knowledge community" ist damit eingeschlagen, um auch informelle Lernprozesse zu unterstützen. Ein
sind technologische Erweiterungen, die die "Minerva-knowledge-community" nutzen wird. |
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Infoblatt Europäische Projektnummer: A-1997-D-619
Der Projektträger: GIP am IMBSE e.V.
Kofinanzierer:
Kooperationspartner: |
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Gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds-Gemeinschaftsinitiative ADAPT. 30. Juni 2000 |