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Success-Story MSC Freier Kfz-Betrieb
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Probleme lösen und dabei lernen
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Infoblatt-DasProjekt im Überblick
PDF-Datei zum Download (500 kB) 
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Das Projekt unterstützt
freie Kfz-Betriebe bei Problemlösungen an Kraftfahrzeugen und ermöglicht
gleichzeitig Weiterbildung während der Arbeit.
Herausfordernde Zielsetzung ist,
ein „Online-Werkzeug“ zur Verfügung zu stellen, das der Kfz-Mechaniker bei
Problemen schnell und zielsicher wie einen Schraubenzieher nutzen kann. Arbeiten
und Lernen werden gemeinsam und nicht getrennt voneinander unterstützt. So
werden die Potenziale des Arbeitsplatzes konsequent erschlossen und die hohe
Innovationsgeschwindigkeit im Kfz-Service- Sektor wird aufgefangen. Das ist eine
wichtige Voraussetzung, um diese Kleinstunternehmen am Leben zu erhalten.
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In der Informationsflut
ertrinken
Die technische Entwicklung im Kfz-Sektor hat eine Flut an
Informationen der Fahrzeughersteller mit sich gebracht. Noch vor 20 Jahren
konnte jeder Mechaniker alles „Werkstatt-Wissen“ einer Fahrzeugmarke aus
einem Handbuch beziehen. Heute füllen die Werkstattinformationen für Service
und Reparatur einer einzigen Fahrzeugmarke 800 Ordner. Auch elektronische
Datenträger sind da keine große Hilfe. Sie verringern zwar die Papierflut, die
Menge der notwendigen Informationen bleibt aber die gleiche. Dies bringt
besonders die freien Kfz-Betriebe in die Klemme, denn sie haben in der Regel
wenigstens 12 verschiedene Fahrzeugmarken zu betreuen. Zudem werden sie von den
Automobilherstellern nicht unterstützt.
Daran ändert auch die
Gruppenfreistellungsverordnung nichts, die in der Europäischen Union u.a. den
Kraftfahrzeughandel regelt. Zwar sieht diese eine weitgehende Freigabe
sämtlicher Daten durch die Automobilhersteller vor. Freie Kfz-Betriebe in
Europa beschäftigen aber durchschnittlich nur 4–5 Mitarbeiter. Sie verfügen
also gar nicht über die nötigen Ressourcen, alle wichtigen Daten zu sammeln,
zu verwalten, auf dem neuesten Stand zu halten und sie gleichzeitig zu nutzen.
Dem kann auch durch externe Weiterbildungsmaßnahmen nicht abgeholfen werden.
Die Folge: Freie Kfz-Betriebe und ihre Beschäftigten können dem hohen
Innovationstempo nicht mehr folgen und sind in ihrer Existenz gefährdet.
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"Jeder Monteur kann mit LearnNow ein Spezialist sein."
Günther Görrissen, Obermeister der Kfz-Innung Flensburg Stadt und Land,
Inhaber eines Kfz-Betriebes
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Lösungsansätze
Mitarbeiter freier Kfz-Werkstätten müssen genauso gut
informiert und qualifiziert sein wie ihre Kollegen in Vertragswerkstätten,
damit auch sie in der Lage sind, den größten Entwicklungssprüngen der
Automobilbauer folgen zu können. Das ist notwendig für die betriebliche
Existenzsicherung und die Weiterbeschäftigung der Fachkräfte. Das MSC-Projekt
hat sich zum Ziel gesetzt, das relevante Service- und Reparatur- Know-how so
aufzubereiten, dass
- die Informationsfülle reduziert wird,
- alle wichtigen
Daten, Arbeitshinweise, Informationen und Schaltpläne während des
Arbeitsprozesses verfügbar sind und
- beim Lösen von Problemen gelernt werden
kann.
Ein „Werkzeug“, das diesen Anspruch einlöst, kann nur „bottom-up“
in Kooperation mit Mitarbeitern aus Kfz-Werkstätten entwickelt werden. Damit
allerdings die Entwickler genaue Aufschlüsse über das Arbeitsprozesswissen
gewinnen konnten, mussten erst Arbeitsprozess-Studien durchgeführt werden.
Dadurch konnten reparaturrelevante Daten und Problemlösehilfen mit
Informationen vernetzt werden, die ein Lernen im Arbeitszusammenhang
ermöglichen.
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LearnNow – immer wenn Wissenslücken auftreten
Der gefundene
Lösungsansatz heißt „LearnNow“. In ihm werden Lernen und Arbeiten zu einer
Einheit verschmolzen. Gelernt wird im Arbeitsprozess immer dann, wenn bei der
Arbeit an einem Fahrzeug ein Problem auftritt, das nur durch ein Hinzulernen des
Mechanikers gelöst werden kann.
Das Problemlöse- und Lernwerkzeug LearnNow
stellt alle für eine Problemlösung wichtigen Informationen, Daten und
Schaltpläne nach einer sorgfältig strukturierten didaktischen Konzeption zur
Verfügung. Der Mechaniker kann schnell auf diese zugreifen und die von ihm
benötigten Informationen abrufen. Kommt er mit den beschafften Daten nicht
zurecht, kann er auf verschiedene „Lernebenen“ wandern und sich unbekannte
Zusammenhänge erschließen. Dann heißt es für den Mechaniker: „LearnNow“!
Ein PC direkt am Arbeitsplatz macht die Problemlösehilfen jederzeit
zugänglich. LearnNow ist über das Internet verfügbar, lässt sich aber auch
Offline und von einer CD-ROM aus nutzen.
"Sehr
ansprechende grafische Oberfläche, gute Übersicht im Bereich der Fehlersuche,
leicht verständliche Funktionserklärungen, gute Detailbeschreibungen, sehr
gute Schaltpläne."
Peter Ruf, Ausbilder in der Kfz-Innung Augsburg Schwaben über LearnNow
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"Der einfache Aufbau von LearnNow überzeugt mich. Das Programm ist so konzipiert,
dass ein schneller Zugriff auf die Informationen möglich ist."
Wilfried Basukaitis, Mitarbeiter des Autohauses Marxen |
Was nutzt „LearnNow“ den
Kfz-Betrieben?
In dem Moment, in dem der Mechaniker nicht mehr weiter weiß,
kann er mit Hilfe von LearnNow Wissenslücken schließen und sich Zusammenhänge
verdeutlichen. Kunden und Experten kennen die Fahrzeugprobleme, bei denen allen
Diagnosehilfsmitteln zum Trotz stunden- oder sogar tagelang nach Lösungen
gesucht werden muss.
Diese Zeiten können durch die Verwendung des internet-
basierten „Werkzeuges“ LearnNow zum Lernen genutzt und dabei Ideen für die
konkrete Problemlösung gewonnen werden. Problemlöseprozesse kosten viel Zeit,
ohne einen nennenswerten Beitrag zum betriebswirtschaftlichen Gewinn zu
erbringen. Gleichzeitig signalisieren jedoch erfolgreiche Problemlösungen der
Kundschaft die Kompetenz des Betriebes. Das trägt zur Gewinnung neuer Kunden
bei und erhöht die Kundenbindung und - zufriedenheit. Die Mechaniker lernen am
Arbeitsplatz „just in time & just enough“. Das reduziert den Aufwand
für externe Weiterbildungsmaßnahmen, die nur noch dann in Anspruch genommen
werden müssen, wenn die Fachkräfte sich das Know-how nicht mit Hilfe von
LearnNow erarbeiten können. Jeder stellt seine Defizite selbst fest und kann,
wenn diese nicht am Arbeitsplatz beseitigt werden können, externe
Weiterbildungsangebote in Anspruch nehmen.
 
"Die direkte Verknüpfung von Fehlersuche, Funktionserklärungen für Bauteile und Reparaturinfos finde ich gut. Mit LearnNow sind große Lernerfolge machbar, da Texte und Bilder gut miteinander kombiniert sind. Endlich werden unsere
Praxiserfahrungen einmal berücksichtigt. Das ist Fehlersuche aus der Praxis für die Praxis."
Holger Griese, Werkstattleiter des Autohauses Marxen
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Neue Medien fordern die Mechaniker
heraus
Der Kraftfahrzeug-Servicesektor wird derzeit auf breiter Front auf die
neuen Informations- und Kommunikationsmedien eingestimmt. Reparatur-CDs,
elektronische Teilekataloge, Online-Teilebestellung, Auftragsverfolgung,
automatische Rechnungserstellung, EDV-gestützte Schadenskalkulation und
Kostenvoranschläge, Finanzbuchhaltung mit DATEV-Anbindung bis hin zur
kompletten Werkstattvernetzung und Online-Verbindung zu den Herstellerwerken
werden zum „Handwerkszeug“ im Kfz-Gewerbe.
Die schnelle Verbreitung dieser
Medien beeinflusste die Entscheidung, von Anfang an auf das Medium Internet zu
setzen, um den Mitarbeitern freier Kfz-Betriebe fachliches Know-how
bereitzustellen. Gleichzeitig führt dieses Medium die Mechaniker an die neuen
Informations- und Kommunikationstechnologien heran.
Zukunft von LearnNow
LearnNow hat dann eine erfolgreiche Zukunft vor sich, wenn es gelingt,
betriebliche Organisationsformen so zu gestalten, dass Informations- und
Kommunikationstechnologien direkt an den Arbeitsplätzen genutzt werden können.
Es ist selbstverständlich, dass für alle Kraftfahrzeuge, die in freien
Werkstätten gewartet und repariert werden, auch die Daten und
Problemlösehilfen verfügbar sein müssen. Das vom deutschen Projektpartner KWK/AUTOMEISTER
inzwischen aufgebaute Know-how-Center wird diese Aufgabe im dritten Projektjahr
wahrnehmen und nach Projektende weiterführen. Über das Know-how-Center wird
auch die langfristige Verbreitung von LearnNow sichergestellt.
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"Wenn es gelingt LearnNow so zu erweitern, dass die wichtigsten Fahrzeugmodelle darin enthalten sind, hat es die besten Chancen sich zu einer der attraktivsten Problemlösehilfen für Kfz-Werkstätten zu entwickeln. KWK, als technisches Know- how-Center für rund 4500 Betriebe in Deutschland und Österreich, sieht in Ausbau und Weiterführung dieses Projektes eine bedarfsorientierte Maßnahme zur praxisnahen Unterstützung freier Werkstätten, die europaweit angelegt werden kann."
Werner Micknass Geschäftsführer KWK/AUTOMEISTER
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