Das Lernen im Hafen verankernMit der Wiedervereinigung Deutschlands vollzogen sich in den Häfen Mecklenburg-Vorpommerns gravierende Veränderungen und ein massiver Strukturwandel. Für die Beschäftigten in den Häfen führte das zu einem hohen Qualifizierungsbedarf. Die Hafenwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns musste sich auf neue Anforderungen einstellen und die Anzahl der Beschäftigten reduzieren. Das Projekt Port-Adapt ermöglichte es, auf den Veränderungsprozess wirksam und "dämpfend" Einfluss zu nehmen, indem in den Häfen Möglichkeiten zum Lernen geschaffen wurden. Es galt, für die Hafenarbeiter neue Arbeitsperspektiven aufzuzeigen und sie bei der Orientierung auf einem neuen Arbeitsmarkt zu unterstützen. |
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Vorortausbildung mit dem DidaktomobilIm Projekt "Port Adapt" wurde zwei Jahre lang eine mobile Hafenausbildungseinrichtung erprobt. Sie bestand aus dem "Didaktomobil", einem zum fahrbaren Seminarraum umgebauten Container. Mit diesem Ansatz konnte der Forderung der Hafenbetriebe entsprochen werden, Beschäftigte direkt vor Ort auszubilden. Durch eine flexible Gestaltung der Ausbildungspläne konnten die Betriebe eine berufsbegleitende Qualifizierung durchführen. Diese wurde in das bestehende Schichtsystem integriert und an den tatsächlichen Bedarf der Arbeitnehmer und der Unternehmen angepasst. Innerhalb von Teilbereichen der Lehr- und Lerngebiete bestand für alle Beteiligten die Möglichkeit, an der Ausgestaltung der Weiterbildung mitzuwirken. |
Mobile Hafenausbildungseinrichtung: "Das Lernen kommt in den Hafen". |
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Qualifizierungsbedarf im HafenDie Hafenwirtschaft besteht aus einer Vielzahl unabhängiger, eigenwirtschaftlich operierender Unternehmen. Vor Beginn der eigentlichen Ausbildung musste daher der konkrete Qualifizierungsbedarf an den einzelnen Hafenstandorten durch Recherchen ermittelt werden. Es stellte sich heraus, dass die Hafenarbeiter besonderen Bedarf hatten an
Der Unterschied zu herkömmlichen SeminarenDie unmittelbare Nähe des mobilen Klassenzimmers zum tatsächlichen Arbeitsplatz hatte entscheidende Vorteile:
StartschwierigkeitenDie lange Bearbeitungszeit des Projektantrages hat die Vorbereitung und Durchführung ungünstig beeinflusst. Der erste Ausbildungsabschnitt musste deshalb um vier Monate verkürzt werden. Das Projekt wurde kurzfristig und operativ gestartet. Die Erarbeitung des Curriculums und die Auswahl der ersten 10 Lehrgangsteilnehmer erfolgte parallel. In Zusammenarbeit zwischen dem Projektträger und der wissenschaftlichen Begleitung wurden Inhalte für die Ausgestaltung des Curriculums kurzfristig erarbeitet. Die curriculare Grundstruktur wurde bei allen nachfolgenden Lehrgängen beibehalten. Als Vorteil wirkte sich hier die fachliche Kompetenz der wissenschaftlichen Begleitung und der Praxispartner aus. |
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Positive BilanzHerr Wokersin, Inspektor der Stauerei Seehafen Rostock Umschlagsgesellschaft mbH, beschreibt die Wirkungen des PORT-Projektes: "Die Durchführung dieser Qualifizierung war vom Teilnehmerkreis her in Ordnung, auch die Ausrüstung im Container war ausreichend. Für mich selber, der ich in der Stauerei tätig bin, wäre es sinnvoll gewesen, von den einzelnen Bereichen, die wir abgearbeitet haben, sprich Hafenwirtschaft, Hafenenglisch, Computer und europäische Partnerschaften, speziell das Hafenenglisch weiterzuführen. Die Hafenwirtschaft haben wir in großem Umfang angerissen und wir sind viele Themenkomplexe durchgegangen. Das könnte man im Einzelnen weiter vertiefen. Man könnte dazu auch Exkursionen organisieren. |
Herr Wokersin, Inspektor der Stauerei Seehafen Rostock Umschlagsgesellschaft mbH |
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Stimmen von ProjektbeteiligtenFrau Blaffert, Prokuristin Seehafen Wismar GmbH: Der Unterricht zur Geschichte der Hafenwirtschaft gibt Einblicke in Entwicklungen, die wir schmerzlich erlebt haben. Aber er schärft auch den Blick für die Arbeit von morgen. Und dabei hilft das Qualifizierungsprogramm PORT-ADAPT.
![]() Herr Skibbe, Projektleiter AQG Rostock mbH: Das besondere des Projekts besteht darin, dass wir eine europäische Dimension haben, weil wir mit verschiedenen europäischen Partnern arbeiten. Das ist wohl das Einmalige in der Hafenwirtschaft. Und zum anderen versuchen wir, indem wir von Standort zu Standort wandern, uns jeweils an die Besonderheiten der Hafenbetriebe anzupassen. |
Herr Pohl, Geschäftsführer Landesverband Hafenwirtschaft M/V e.V.: |
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Der Erfolg liegt auf der HandDas Projekt PORT-ADAPT hat zu einer Reihe von beachtlichen Effekten geführt.
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Infoblatt Europäische Projektnummer: A-1995-D-102
Der Projektträger:
Kofinanzierer:
Die Projektpartner: |
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Gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds-Gemeinschaftsinitiative ADAPT. 30. Juni 2000 |